timeshift

Hauptbahnhof Wolfsburg

Kunst-Station

Digitale Collage auf Tapete

2025

Größe: variabel

Foto: Ali Altschaffel

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Die ortsspezifische Installation timeshift nimmt die Bildlogik urbaner Plakatflächen zum Ausgangspunkt: Überklebung, Abriss, freigelegte Schichten, Textfragmente und Bildreste. In Anlehnung an die Affichisten setzt Patricia Lambertus Collage und Décollage als Verfahren ein, um Zeit, Oberfläche und Fragment sichtbar zu machen.

In der Kunst-Station, einem Warteraum im Wolfsburger Hauptbahnhof, verdichten sich reale Materialspuren und simulierte Formen von Abriss, Collage und Décollage zu einer raumgreifenden Trompe-l’œil-Situation. Der Ort selbst wird Teil der Arbeit: Transit, Warten und die wechselnde Präsenz der Passant:innen verschieben den Bildraum fortlaufend.

timeshift verbindet urbane Oberfläche, Stadtgeschichte und Projektion. Wolfsburgs Geschichte als Einwanderungs- und Industriestadt erscheint dabei nicht als lineare Erzählung, sondern als visuelle Schichtung aus Fotografien, medialen Fundstücken und Fragmenten italienisch geprägter Ideallandschaften. Die Arbeit bewegt sich zwischen tatsächlichem Abriss und konstruiertem Bild, zwischen Erinnerung, Oberfläche und Illusion.