Varel-Zyklus

Kunstverein Varel

Gezeiten

Digitale Collage auf Tapete und Canvas, Dämmplatten, Kunststoffplatten sowie Papier
Freistehende Konturfiguren, Print auf Holzkonstruktion, Sandsäcke, künstliches Blattwerk

2024

Größe: variabel

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„Varel-Zyklus“ - eine bildnerische Erzählung der Fragilität von Umwelt, Tradition und Identität

Der "Varel-Zyklus" ist eine künstlerische Arbeit, die sich thematisch den Begriffen Umwelt, Tradition und Identität widmet. Die Arbeit zielt darauf ab, die Fragilität und die Verwobenheit dieser Themen bildnerisch zu untersuchen und sichtbar zu machen. 

Für die künstlerische Auseinandersetzung hat Patricia Lambertus die traditionelle Krabbenfischerei mit ihren Pferden in den Mittelpunkt gestellt, die als immaterielles Kulturerbe von der UNESCO anerkannt ist. Durch die Darstellung dieser Tradition möchte der Varel-Zyklus das Bewusstsein für die Bedeutung von Umweltschutz und kulturellem Erbe schärfen und das historisch kulturelle Handwerk in die Gegenwart bringen.

Die traditionelle Krabbenfischerei zu Pferd ist nicht nur eine kulturelle Praxis, die tief in der Geschichte Europas verwurzelt ist, sondern symbolisiert auch eine einzigartige Harmonie zwischen Mensch, Tier und Natur. Dieses Handwerk, das seit etwa 500 Jahren besteht, illustriert den respektvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und steht exemplarisch für den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Zeigt aber auch immer auf, dass es Veränderungen und Weiterentwicklung gibt.

Die Krabbenfischer und ihre Umgebung sind auf den Bildern mit künstlerischen Mitteln verfremdet und zeigen die Verletzlichkeit auf, in der wir uns befinden. Eine atmosphärische, dystopische Stimmung liegt in den Bildern. Es gibt im Hintergrund überschwemmte Architektur und vom Klimawandel betroffene Menschen.

Die Konfrontation zwischen der idyllischen Darstellung der Natur und ihrer dystopischen Verwandlung unter dem Druck menschlicher Einflüsse und klimatischer Veränderungen wird hier sichtbar.