Staffa´s Cage
Galerie CIRCUE EINS, Rügen
Der grüne Strahl
Digitale Collage auf Tapete; gerahmter Fine Art Print auf Canvas;
2 Prints auf Holzkonstruktion, Sandsäcke, künstliches Efeu
Gerahmte Collagen
2024
Größe: variabel
Foto: Thomas Häntzschel/nordlicht
Zum 250. Geburtstag Caspar David Friedrichs zeigt die Galerie Circus Eins in Putbus die Ausstellung „Der grüne Strahl“ mit aktuellen Werken von Florian Ecker, Patricia Lambertus und Christin Wilcken, die sich auf Motive und Ideen Caspar David Friedrichs beziehen. Die Ausstellung wird vom Fonds für Vorpommern und das östliche Mecklenburg des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Florian Ecker, Patricia Lambertus und Christin Wilcken nähern sich auf unterschiedliche Weise dem malerischen Erbe an und haben neue Werke eigens für diese Ausstellung geschaffen. Gezeigt werden Installationen, Video, Fotografie und Zeichnungen, die zeigen, wie die von Friedrich gelegten Ideen, auch heute noch für Künstlerinnen und Künstler relevant sind.
Anlass der Ausstellung ist der 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich, der in Greifswald geboren wurde und heute als ein Erneuerer der Kunst gilt. Seit seiner Wiederentdeckung in den 1970er Jahren hat er weltweit Künstlerinnen und Künstler inspiriert. Mit seinem Werk hat er den Grundstein für die Autonomie der Künste von der Abbildfunktion gelegt, durch Betrachterfiguren im Bild partizipative Strategien vorgedacht und in seiner Haltung zum Verhältnis von Mensch und Natur den Naturschutzgedanken angeregt.
Titelgebend für die Schau ist ein Wetterphänomen, das bei bestimmten Lichtverhältnissen an der Meeresküste auftritt und den Sonnenuntergang mit einem grünen Leuchten verklingen lässt. War dies schon immer ein selten gesehenes Motiv, das wahrzunehmen in dem gleichnamigen Roman von Jules Vernes nur „Verliebten“ vorbehalten ist, ist es heute aufgrund zu hoher Luft- und Lichtverschmutzung kaum mehr zu erleben.
Patricia Lambertus nutzt Motivtapeten eigener Bildvorlagen und Staffagen, damit schafft sie Panoramen, die den Betrachter im Raum visuell einbeziehen. Sie hat Jules Vernes roman „Der grüne Strahl“ zum Ausgangspunkt genommen für eine „visuelle Achterbahnfahrt“ (Arie Hartog) durch Zeit und Raum, von Staffa Island und Fingal’s Cave über das Grüne Gewölbe bis zu Verner Pantons Sitzlandschaft in Camouflageoptik und den Klimaklebern. Friedrichs Wanderer über dem Nebelmeer betrachet das zersprungene Glas eines Gemäldes. Ihre Wandcollage konfrontiert Motive Friedrichs mit dem globalen Zusammenhang von Klimawandel, Naturzerstörung und Postkolonialismus.