Magma

Museum Schloss Salder, Salzgitter

Story Telling

Digitale Collage, Fine Art Print auf Canvas
Zwei freistehende Konturfiguren, Print auf Holzkonstruktion, Sandsäcke, künstliches Blattwerk

2025

Größe: (HxBxT) 3,20 x 8 x 3m

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Die Installation MAGMA nimmt Salzgitter als Ausgangspunkt: eine Stadt, deren Geschichte und Gegenwart von Erz, Stahlindustrie, Hitze und der materiellen Realität industrieller Produktion geprägt sind. Der Titel verweist nicht allein auf geologische Prozesse, sondern auf einen Zustand unter Druck: auf Hitze, Verdichtung und Bewegung unter der Oberfläche.

In MAGMA verdichtet Patricia Lambertus diese Spannungen zu einem Bildraum gespannter Energie. Was zunächst wie eine inszenierte Szene erscheint — gerahmt von Vorhängen, strukturiert durch einen schwarz-weißen Boden — kippt in ein Feld aus Rauch, Glut und industrieller Atmosphäre.

Die Installation besteht aus einer großformatigen Wandarbeit aus digitaler Collage und zwei freistehenden Konturfiguren. Sie verbindet Motive von Produktion, Arbeit und Materialfluss mit einer fast archaischen Bildsprache. An Stahlproduktion und körperliche Arbeit erinnernde Elemente treffen auf eine glühende Zone aus Feuer, Masse und Bewegung. Figuren in schützender, anonymisierender Kleidung erscheinen dabei weniger als individuelle Personen denn als Teil eines Systems aus Beobachtung, Sicherung und Kontrolle.

Gleichzeitig durchziehen historische und popkulturelle Bildzitate die Szene. Sie erscheinen wie Drachen, Wächter oder mythische Gegenkräfte, ohne sich zu einer eindeutigen Erzählung zu schließen. Dadurch verschiebt sich das Bild aus dem Dokumentarischen ins Symbolische: Industrie wird nicht nur als Ort technischer Produktion lesbar, sondern als Bühne für Macht, Risiko, Schutz und Transformation.

Magma bewegt sich zwischen Oberfläche und Tiefe, zwischen Ordnung und Auflösung, zwischen technologischem Versprechen und elementarer Unruhe. Die Arbeit zeigt keinen Moment der Explosion, sondern den Zustand davor: eine Gegenwart unter Druck.